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Abt Ignatius Maaß

Im Herbst dieses Jahres geht für die Matthias-Basilika die erste große Phase intensiver Bauzeit zu Ende. Dann werden rund 2,2 Millionen Euro verbaut sein, die durch Eigenmittel (Bauvereine der Pfarrei und Abtei St. Matthias), durch Fördergelder des Landes Rheinland-Pfalz und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und vor allem durch Bistumszuschüsse aufgebracht wurden.

Die bisherigen Baumaßnahmen waren vor allem vordringliche Maßnahmen zur Substanzerhaltung und Bausicherung.

Dazu gehören: Dachsanierung (~215.000 €), Trockenlegung und Sanierputz Kirche und Krypta (~315.000 €). Die erforderlichen archäologischen Grabungen brachten Sensationelles zu Tage, erforderten aber auch neue statische Lösungen (~350.000 €). Zu den vordringlichen Maßnahmen gehörte auch die Erneuerung der maroden Elektroanlage (~230.000 €). Vor einem Innenanstrich mussten natürlich erst die Schmutz verursachenden Arbeiten (etwa behindertengerechter Zugang zur Krypta) angegangen werden. Der neue Bodenbelag war aus zwei Gründen erforderlich: 1. Zustand und Qualität der alten Bodenplatten waren entgegen dem Augenschein nicht mehr zufrieden stellend. 2. Bautechnisch und nutzungstechnisch war eine Zweiteilung des Bodenbelags (östlicher Teil der Kirche mit erhöhtem Bodenniveau) nicht ratsam.

Nach den Maßnahmen zu Subtanzerhaltung und Bausicherung und nach Abschluss der Schmutz verursachenden Arbeiten kann es nun an die gestalterischen Aufgaben gehen. Nach den geltenden Richtlinien gibt es dafür kaum Fördermittel. Die nächsten Maßnahmen sind daher verstärkt auf Spendenmittel angewiesen. Sie können helfen durch eine einmalige Spende oder indem sie Mitglied im Bauverein St. Matthias werden.

Herzlich danke ich allen, die die bisherigen Baumaßnahmen gefördert und unterstützt haben!

Abt Ignatius Maaß

Nächste Bauphase

Als erste Maßnahme der nächsten Bauphase ist die Gestaltung der liturgischen Orte geplant.
Ein Künstlerwettbewerb hat einen überzeugenden Entwurf für Altar, Ambo, Taufstein, Matthiasmemoria und Osterleuchter erbracht.

Ein guter Termin für die Altarweihe wäre das Matthiasfest am Sonntag, dem 24. Februar 2008. Bischof Reinhard Marx wird zu diesem Fest erwartet. Um das Projekt zeitig fertig stellen zu können, gilt es jetzt 82.000 € Eigenmittel aufzubringen (Kostenvoranschlag von 95.000 € abzüglich der Zuschussmittel).

Was bisher geschah ...

Die jetzige Bauphase wird Mitte / Ende 2007 abgeschlossen. Sie umfasst Dachsanierung, Trockenlegung und Wiederherstellung der Krypta, Archäologie, Substanz sichernde Maßnahmen, Putzsanierung und Bodenbelag in der Kirche, Neugestaltung der Matthiasmemoria.

Aus dem Bauverein St. Matthias

(entnommen dem Pfarrbrief St. Matthias - März 2007)

... Als Weihnachten die Trennwand abgeräumt und das Langschiff unserer Basilika mit dem Blick auf das Kreuzfenster wieder voll ein zu sehen war, atmeten wir alle erleichtert auf und freuten uns über die Schönheit dieser wunderbaren, fast ursprünglichen Architektur.

Notwendigerweise aber ist dieses Erleben zur Zeit wieder durch die Fortführung der weiteren Arbeiten eingeschränkt. Was geschieht? Sichtbar sind vor allem die Arbeiten in den Seitenschiffen ... Der marode Putz in einer Höhe bis zu zwei Meter ist abgeschlagen, und die Nieschen, in denen die Beichtstühle standen, werden auch aus statischen Gründen ausgemauert. Die beiden Votivaltäre, die sich am alten Eingangsbereich der Krypta befanden, werden nach Westen versetzt und auch der hl. Antonius erhält am alten Platz eine würdige Aufstellung.

Noch nicht so deutlich sichtbar ist die Verlegung des neuen Basaltbodens, die im Hochchor begonnen hat und sich über den ganzen Kirchenraum erstrecken wird. Neu wird auch sein, dass der Boden unter den Kirchenbänken und im Mönchschor aus Eichenholz verlegt werden wird.

Aber auch im Bereich der Krypta wird gearbeitet. Die Sanierung der Seitenwände ist im vollen Gange und hier unten und auch in der Basilika stehen wichtige Entscheidungen für die innere Gestaltung an. Die Gestaltung des Hauptaltars in der Vierung, des Zelebrationsaltars mit der Einbindung der Liegefigur des hl. Matthias, des Taufortes im Hochchor, des Ambos und des Osterleuchters muss entschieden werden. Hierzu gab es einen begrenzten Künstlerwettbewerb, dessen Ergebnis zur Zeit geprüft und von den zuständigen Gremien entschieden wird.  

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Bericht über die archäologischen Grabungen in der Krypta

(entnommen dem Pfarrbrief St. Matthias - Pfingsten 2006)

Die Baumaßnahmen in der Krypta schreiten voran. Vor Ostern standen die Vorbereitungen für die Neugestaltung des Altares im Bereich der beiden Bischofsgräber des Hl. Eucharius und Hl. Valerius an.

Nach der Entfernung des alten Altares, bot sich Frau Seepe-Breitner und ihrem Archäologenteam die Gelegenheit, den noch unberührten Boden zu untersuchen. Bereits nach 15 cm zeichneten sich erste Spuren eines einzelnen und ungewöhnlich großen Grabes ab, dessen zentrale Lage zwischen den östlichen Säulen der ottonischen Krypta und in unmittelbarer Nähe zu den Bischofsgräbern Rätsel aufgab. Nahm die Architektur Rücksicht auf das Grab? Wer war die bestattete Person? Fragen, die eine nähere Untersuchung nötig machten. Nach ersten Ergebnissen gehen die Archäologen davon aus, dass es sich um ein Grab des 3. nachchristlichen Jahrhunderts handelt. Der Verstorbene lag in einem Holzsarg und war mit Gips bedeckt. Dadurch blieb das Skelett vollständig erhalten, das nun auf Alter und Geschlecht untersucht werden soll. Als Beigabe fand sich eine frühe römische Münze aus Lyon aus der Zeit des Kaisers Tiberius(14-37 n. Chr.), ein Brauch, den man mehrfach bei Bestattungen aus dem 3. Jahrhundert festgestellt hat, und der die Wertschätzung alter Zahlungsmittel belegt.

Wer die bestattete Person war, wird jedoch vorerst im Dunkeln bleiben. Wieder einmal zeigte sich, dass selbst auf kleinstem Raume neue und wichtige Ergebnisse für die Geschichte unserer Kirche zu Tage treten.

Frau Seepe-Breitner, Leiterin der Grabungen vor Ort

 

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Samstag, 31. Juli 2010
Er ist's, der wechseln lässt Zeiten und Stunden; er setzt Könige ab und setzt Könige ein.
Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.