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Für das Foto hat er schon mal die Klinke der Kirchenpforte St. Martinus in die Hand genommen: Monsignore Josef Brans ist bald auch für St. Martinus zuständig. Sein Vorgänger Dr. Kurt-Peter Gertz ging in den Ruhestand. NGZ-Foto: H. Jazyk
Für das Foto hat er schon mal die Klinke der Kirchenpforte St. Martinus in die Hand genommen: Monsignore Josef Brans ist bald auch für St. Martinus zuständig. Sein Vorgänger Dr. Kurt-Peter Gertz ging in den Ruhestand. NGZ-Foto: H. Jazyk
Monsignore Josef Brans übernimmt zum 1. August die Leitung des neu gegründeten Seelsorgebereich. Er ist damit zuständig für fast 20.000 Gemeindemitglieder. Neben Kaarst gehören dann auch die Pfarreien Büttgen, Holzbüttgen und Vorst zu seinem Bereich. Allein die Pfarre St. Martinus Kaarst war mit rund 10.000 Gemeindemitgliedern eine der größten des ganzen Erzbistums Köln. Der nun neu gegründete Seelsorgebereich ist noch gigantischer: Er umfasst knapp 20.000 Seelen. Das ist fast die Hälfte aller Einwohner Kaarsts und seiner Ortsteile.

Der neue Mann, der dieses riesige Gebilde leitet, ist Monsignore Josef Brans. Nervosität ist bei ihm keine zu spüren. Die NGZ besuchte ihn in seiner Wohnung gleich neben der Vorster Kirche. Nur die schwüle Hitze macht ihm gestern etwas zu schaffen. Ansonsten ist er völlig gelassen angesichts seiner neuen Aufgabe. "Ab dem 1. August bin ich für den neuen Seelsorgebereich verantwortlich", kündigt er an.

In den vergangenen Monaten hatten viele Gemeindemitglieder der Pfarre St. Martinus Sorgen und Nöte geäußert. Denn durch die Zusammenlegung verliert die Gemeinde einen Teil ihrer Selbständigkeit. Pfarrer Dr. Kurt-Peter Gertz wurde erst kürzlich in den Ruhestand verabschiedet, mit ihm ging eine Ära zu Ende. Denn St. Martinus wird nicht mehr von einem Pfarrer "vor Ort" geleitet. Brans bleibt nämlich in seiner Vorster Wohnung. "Im heutigen Medienzeitalter ist das alles kein Problem", sagt er gelassen. Auch mit Handy und Internet wird Monsignore Brans sein Team koordinieren.

Welche Auswirkungen hat diese Zusammenlegung der Gemeinden in der Praxis? Zunächst einmal personelle Auswirkungen. Unterm Strich werden nämlich im Pastoralteam zweieinhalb Stellen weniger besetzt sein. "Es wird Dinge geben, die nicht mehr geleistet werden können", kündigt Brans an. Zum Beispiel bei den Wortgottesdiensten. "Das Rosenkranzgebet oder die Kreuzwegandacht können auch von einem Gemeindemitglied geleitet werden", so Brans. Wir die Weihehandlung vollzogen oder werden Sakramente erteilt, so ist dies selbstverständlich nach wie vor Sache des Pfarrers. Auch bei den Messen wird voraussichtlich gestrichen: "Ich werde mit dem Pfarrgemeinderat absprechen, wie das gemacht wird", sagt Josef Brans. Im Gespräch ist, dass sonntags eine Messe gestrichen wird. Außerdem soll unter der Woche nur noch in einer Kirche die Abendmesse angeboten werden. Der Pfarrer weiß, dass auch auf ihn jede Menge zusätzliche Arbeit zukommt. Trotzdem: Brans legt großen Wert darauf, für seine Gemeinde da zu sein: "Normalerweise ist es kein Problem, mich zu erreichen", sagt er.

Info: Klarer Standpunkt

Auch, wenn die Verwaltung nun zentralisiert wird – die Kirchen werden weiterhin einen Teil ihrer Selbständigkeit behalten. Das gilt zum Beispiel für die Ländereien und für die Finanzen.

Monsignore Josef Brans hat schon mehrere Kirchenzusammenschlüsse mitgemacht. Ab 1981 war er ausschließlich für Vorst zuständig, seit 1985 auch für Holzbüttgen. Im Jahr 2000 kam auch noch Büttgen hinzu. Mit Kaarst folgt nun seine vierte Gemeinde. Er bleibt gelassen: "Ich kann die Ängste der Menschen verstehen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir im neuen Seelsorgebereich die anstehenden Aufgaben lösen werden."

© ngz-online, Neuss-Grevenbroicher-Zeitung

Originalartikel: icon Neuer Hausherr in St. Martinus (69.13 kB)

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Freitag, 03. September 2010
Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen.
Paulus schreibt: Mir soll es nicht einfallen, auf irgendetwas anderes stolz zu sein als auf das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.