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Jetzt ist es definitiv: Zum 1. Januar kommenden Jahres wird die Pfarrgemeinde St. Martinus mit der Seelsorgegemeinde Büttgen zusammengelegt. Das geht aus Informationen aus Köln hervor, die gerade eingetroffen sind.

Die Sorge des Pfarrgemeinderates ist groß: „Im Falle einer Fusion wird unsere Gemeinde St. Martinus aufgelöst. Das bedeutet die Zerstörung der über 1000 Jahre gewachsenen Strukturen und unsere Beheimatung in ihnen“, so der Pfarrgemeinderat in den Pfarrnachrichten.

Der Pfarrgemeinderat will sich nun wehren: „Das können und wollen wir nicht akzeptieren. Deshalb möchten wir sie alle bitten: Wenn auch Ihnen eine Zukunft von St. Martinus in Kaarst am Herzen liegt, dann Unterstützen Sie unseren Widerstand gegen diese aus unserer Sicht pastoral untragbare Strukturveränderung durch Ihre Rückmeldung an uns.“

Wie beurteilt der Pfarrer den Appell des Pfarrgemeinderates? Dr. Kurt-Peter Gertz war gestern telefonisch nicht zu erreichen. Pater Georg war zu sprechen, wollte sich aber zur Sache nicht äußern.
Für Diakon Norbert Schmitz stellt sich die Lage weniger dramatisch dar, als teilweise befürchtet: „Ob fusioniert wird oder sich eine Pfarrgemeinschaft bildet, können wir selbst entscheiden. Außerdem steht überhaupt nicht zur Diskussion, dass Personal in unserer Gemeinde abgebaut würde. Im Personalplan "2010 plus" ist eindeutig festgesetzt: Alle Stellen bleiben erhalten.“
Bis auf die Pfarrerstelle. Denn ab 2009 wird es nur noch einen Pfarrer für Kaarst und den Seelsorgebereich Büttgen geben.

Info: Ablauf einer Fusion

Pfarrer Dr. Gertz hatte bereits öffentlich angekündigt, aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter zur Verfügung zu stehen. Bliebe als künftiger Leiter der neuen Großgemeinde Dechant Josef Brans, der zurzeit den Seelsorgebereich Büttgen mit den Pfarren St. Aldegundis, Sieben Schmerzen Mariens und St. Antonius leitet.

Auf Anfrage der NGZ machte er am Mittwoch deutlich, auch die Verantwortung für alle vier Bereiche übernehmen zu wollen: „Das läuft auf mich zu - was soll ich sonst machen“, sagte er schmunzelnd.

Was Zusammenlegungen anbelangt, ist Brans schon äußerst erfahren: Ursprünglich war er als Pfarrer ausschließlich für Vorst zuständig, dann kam Holzbüttgen und später Büttgen hinzu.

Theoretisch ist es auch denkbar, dass ein externer Pfarrer für eine fusionierte Kirchengemeinde Kaarst eingesetzt wird. Da Brans aber bereit ist, das Steuer zu übernehmen, ist dieser Fall äußerst unwahrscheinlich.

Christoph Heckeley, stellvertretender Pressesprecher des Erzbistums Köln, unterstrich am Mittwoch auf Anfrage der NGZ: „Die änderungen in Kaarst haben definitiv keine Auswirkungen auf den Stellenplan.“ Bis auf die schon angesprochene Priesterstelle.

„Die Gespräche mit den Pfarrern laufen allgemein bereits“, so Heckeley. Die Priester sind der eigentliche Auslöser für die Umstrukturierungen. Denn es finden sich bundesweit nicht mehr genügend Männer, die dieses Amt bekleiden wollen. So bleibt der Kirche keine andere Möglichkeit, als die Gemeinden neu zuzuschneiden.

© ngz-online, Neuss-Grevenbroicher-Zeitung

Originalartikel als pdf: Angst vor der Pfarren-Fusion Angst vor der Pfarren-Fusion (15.07 Kb)

 

 

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Samstag, 31. Juli 2010
Er ist's, der wechseln lässt Zeiten und Stunden; er setzt Könige ab und setzt Könige ein.
Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.