schuetzenbruderschaft

studieBei über 600 Kindern im Alter von 10-14 Jahren stellten amerikanische Forscher einen hohen Einfluss von sozialen sowie psychischen Faktoren auf die Bereitschaft von jugendlicher Gewaltausübung fest.

Die Diskussion um den angeblichen Einfluss von "Killerspielen" auf die Gewaltbereitschaft von Kindern und Jugendlichen erhält neue Nahrung - diesmal aber mit dem Fazit, dass gewalthaltige Medieninhalte nicht als Auslöser für brutale Aktionen junger Menschen bis hin zu Amokläufen verantwortlich zu machen sind. Dies wurde jüngst mit Blick auf das Massaker in Winnenden durch den 17-jährigen Tim K. in einem kinderpsychiatrischen Gutachten einmal mehr behauptet .

Der unter Persönlichkeitsstörrungen leidende Jugendliche hatte unter anderem Counter-Strike und Far Cry 2 gespielt. Seine Taten sollen Strukturen aus diesen Computerspielen geähnelt haben, was von Spielexperten wie bei Krawall.de scharf bestritten wird. In der aktuellen Studie "A Multivariate Analysis of Youth Violence and Aggression: The Infuence of Family, Peers, Depression, and Media Violence" von Christopher J. Ferguson und Mitarbeitern wurde die Gewaltbereitschaft von 603 zehn- bis vierzehnjährigen Kindern unter Einbeziehung von deren Eltern oder Erziehungsberechtigten mit lateinamerikanischem Hintergrund mit genormten Skalen für Gewaltbereitschaft und Fragebögen untersucht.

Demzufolge stellen Faktoren wie der Einfluss von anderen Jugendlichen in einem kriminellen Milieu, antisoziale Persönlichkeitsstrukturen oder psychologische Gewalt seitens der Erwachsenen sowie depressive Verstimmungen bei den Kindern signifikante Risikofaktoren für Jugendgewalt und -aggression dar, nicht aber Gewaltvideos oder entsprechende Computerspiele, übrigens auch nicht gewalthaltige "Erziehungsmittel" durch Eltern oder Erziehungsberechtigte. Bei den genannten Faktoren für mögliche Gewaltbereitschaft seien präventive Maßnahmen zur künftigen Reduzierung brutaler oder krimineller Auswüchse angeraten.

Allerdings betonen die Forscher gleich zu Beginn ihrer Untersuchung, dass, wie in den meisten anderen Industriestaaten, ein Rückgang krimineller Jugendgewalt zu verzeichnen sei, wogegen "Bullying" in der Schule ein zunehmendes Problem sei.

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