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Jugendwallfahrt 2011 (Rückblick)

Geschrieben von Gundi Stöckl. Veröffentlicht in Bruderschaftliches

Die Büttger Jungpilger 2011 Die Büttger Jungpilger 2011Das fing schon gut an. Während des Pilgersegens an der Kirche öffnete der Himmel seine Schleusen und ließ es regnen. Bis wir die Busse hinter dem Dorf erreichten, waren wir schon nass. Das tat unserer Stimmung aber keinen Abbruch. Alle waren hoch motiviert und gespannt, wie so eine Jugendwallfahrt ablaufen würde. Das Gros unserer Truppe waren Erstpilger.

So manch einer stellte sich Fragen, wie

Werde ich das schaffen?
Wie viel müssen wir laufen?
Müssen wir viel beten und singen?
Sind die anderen Pilger nett?
und vieles mehr...

In drei Kleinbussen fuhren wir in einer Gruppe von 27 Pilgern nach Marmagen. Dort wurden wir mit dem Thema der diesjährigen Wallfahrt vertraut gemacht: „Neige das Ohr deines Herzens". Es ging also ums Zuhören.

Inzwischen kam die Sonne zum Vorschein und wir machten uns gut gelaunt auf den Weg. Die ersten Lieder wurden gesungen. Am Bahnhof Blankenheimer Wald war unsere Frühstückspause und prompt kam uns dort ein Büttger Pilger mit dem Fahrrad entgegen. So klein ist die Welt.

Das Mittagessen in Gerolstein – wie immer „all you can eat" beim Chinesen – hatten wir uns redlich verdient. Frisch gestärkt führte der Weg dann weiter über Salm nach Meisburg, unserem Tagesziel. Inzwischen waren wir gut zwanzig Kilometer gelaufen und vorübergehend müde. Das legte sich schnell, als sich die Jungpilger - statt zu duschen - im Dorfbrunnen frisch machten. Den meisten reichte hier ein Fußbad. Danach verschwanden alle auf dem Spiel- und Fußballplatz. Das Wetter war einfach zu schön, um im Bürgerhaus zu bleiben. Mit Kaplan Hendrick Hülz hielten wir auf dem Kirchengelände die Abendandacht. Dann Essen und weiterspielen bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Am nächsten Morgen klingelte schon sehr früh der Wecker. Im Morgengrauen zogen wir los Richtung Oberkail. Sehr eindrucksvoll war der Schweigemarsch durch den Wald. Hier wurde manchem das Motto unserer Jugendwallfahrt erst richtig bewusst. Wir hörten die Geräusche des Waldes, der Vögel, der eigenen Schritte... Vielen war dieser Schweigemarsch zu kurz.

Später wurden wir mit einem guten Frühstück in Oberkail reichlich belohnt. Mit viel Gesang und guter Laune erreichten wir unser Ziel: Das Grab des Hl Matthias. Der Einzug war sehr eindrucksvoll. Pilgerpater Hubert holte uns mit Glockengeläut und „Großer Gott wir loben dich" ab. Da waren alle Mühen, Blasen und Muskelkater vergessen.

Danach ging es wie immer in den Roten Igel. Später feierten wir in der Krypta mit Kaplan Hülz einen sehr stimmungsvollen Gottesdienst, der von den Jungpilgern gestaltet wurde. Es war eine sehr schöne Messe, die unter die Haut ging. Abends war traditionell Lagerfeuer bis zum Umfallen. Einige schliefen draußen, obwohl es nachts empfindlich kalt war. Ein Pilger hält das aus.

Erwähnungswert ist noch ein Erlebnis der besonderen Art. Bei unserer ersten Meditation auf einer Wiese saßen wir alle im Kreis. Ein kleines Mäuschen kam aus seinem Mauseloch, um uns zu begrüßen. Der Gruß wurde von Lydia nicht erwidert. Sie sprang vor Schreck auf und suchte das Weite. Die Jungpilger hatte ihre helle Freude daran. Später schenkten sie ihr als Erinnerung eine Stoffmaus, die „Hubert" getauft wurde. So konnten wir unseren Hubert mit nach Büttgen nehmen.

Hier geht es zum Album:


Tages Losung

Sonntag, 20. Mai 2012
Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.
Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!

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