Wallfahrt mit Friedenstauben
Anm. der Red.: Dieser Artikel ist deswegen bemerkenswert, weil drei Büttger Pilger dort namentlich erwähnt werden.
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Wallfahrt mit Friedenstauben (23.61 KB)
über 700 Pilger beteiligten sich an der Friedensstern-Wallfahrt der Neersener Matthias-Bruderschaften.
Neersen. Die meisten von ihnen hatten sich den strahlenden Sonnenschein verdient, besser: erlaufen. Zum Treffen der Matthias-Bruderschaften an der Kapelle Klein-Jerusalem kamen mehr als 700 Pilger vom ganzen Niederrhein. Zum 20. Mal organisierte die Neersener Bruderschaft die Friedensstern-Wallfahrt. Seit der Gründung durch den damaligen Brudermeister Igedius Gartz erfreut sich die Wallfahrt nach Neersen immer größerer Beliebtheit. Brudermeister Dieter Nilkes und seine Organisatoren hatten für den Ansturm der Gruppen 900 Brötchen geschmiert und entsprechend viel Kaffee gekocht. Denn wandern macht hungrig. "Wir sind um elf Uhr heute morgen los gegangen", berichten die Brüder Heinz und Rainer Lessmann sowie Heinz-Peter Toholt von der Gruppe aus Büttgen, bekleidet mit Wanderschuhen, Hut und Kordhose.
Von kurzen Zwischenmahlzeiten abgesehen, ging es für sie alle, woher sie auch kamen, schnurstracks zu der kleinen Neersener Kapelle. Zu der haben gerade die Büttgener einen besonderen Bezug. "Sie wurde von einem Büttgener erbaut, da ist klar, dass wir dann auch hierhin gehen", berichtet Rainer Lessmann. So wie sie kamen Matthias-Bruderschaften vom ganzen Niederrhein sternförmig aus allen Himmelsrichtungen nach Neersen. Viele nutzten die Wallfahrt, um sich für ihre großen Matthias-Pilgerfahrten nach Trier einzuwandern. Von der Neersener Bruderschaft zum Beispiel pilgern rund 100 Gläubige jedes Jahr im Mai nach Trier. Die Büttgener liefen sich für ihre 50-Kilometer-Etappen mit den 30 Kilometer nach Neersen ein.
Eine ähnliche Strecke hatte auch Birgit Blum aus Glehn zurück gelegt. Ihre Gruppe fiel durch die bunten Papp-Friedenstauben auf, die ihnen vom Hals baumelten. "Auf der Rückseite steht das Gebet vom Franziskus. Das haben wir unterwegs gebetet", sagt sie. Der Sinn der Sternwallfahrt war aber nicht nur das Training, sondern auch das Beten für den Frieden. Das griff auch Pastor Haperascheidt, Präses der Matthias-Bruderschaft Niederrhein, in seiner Predigt auf. So forderte er auch eine intensivere Erziehung für den Frieden. Und dass pilgern nicht nur etwas für ältere Leute ist, zeigten die mehr als hundert Kinder, die sich unter den Erwachsenen tummelten. Nach dem Gottesdienst vor der Kapelle blieben die Pilgerer noch ein Weilchen und stärkten sich mit Brötchen und Kaffee.
© wz-online, Westdeutsche Zeitung






