Drucken

Info-Tafel erklärt Büttgener Ehrenmal

Geschrieben von Julia Hagenacker (NGZ). Veröffentlicht in Vermischtes

Anm. der Red.: Nach sieben(!) Jahren rührt man das Thema wieder auf (s. Verweise am Ende des Artikels). Da stellt sich die Frage was das soll?


30 mal 40 Zentimeter wird es groß sein, auf einer fünf Millimeter starken Grundplatte aus Edelstahl aufliegen und auf einem ein Meter hohen Metallpfahl stehen. Das sind die Äußerlichkeiten, die höchstwahrscheinlich unstrittig sind.

Das Ehrenmal am Büttgener Luisenplatz soll demnächst eine Informationstafel bekommen, die beim Aufklären und Erinnern an die Büttgener Soldaten hilft, die im Ersten Weltkrieg fielen. Der Kulturausschuss berät am kommenden Dienstag über das Thema.

Vor Jahren lag eine entsprechende Unterlage schon einmal auf den Tischen der Fraktionen. "Über die Diskussion um den Text der Tafel muss die Sache eingeschlafen sein", vermutet Kulturmanager Klaus Stevens. Mit den Planungen für die neue Kunst- und Denkmalradroute kam sie wieder ins Gespräch. "Wer nicht aus Kaarst kommt und vor dem Denkmal steht, sollte wissen, was es damit auf sich hat", sagt Stevens.

Das Problem ist, dass das dreiteilige Gemälde des Neusser Künstlers Will Hall, das links und rechts die Namen der Gefallenen auflistet und in der Mitte einen von feindlichen Bajonetten bedrohten Soldaten zeigt, eine Geschichte hat, die nicht unumstritten und in wenigen Sätzen schwer zu erklären ist. Das gilt aber für alle nach 1933 – unter dem Einfluss der Nationalsozialisten – errichteten Kriegsdenkmäler.

Problematische Geschichte

Damals, heißt es in der Verwaltungsvorlage, sei vornehmlich die Darstellung des Mutes, der Opfer- und Kampfbereitschaft, des Siegeswillens und der Vaterlandsliebe der Soldaten in den Vordergrund gerückt worden. Platziert wurden die Denkmäler meist abseits von Kirchen im öffentlichen Raum, um das Heldengedenken von christlichen Traueraspekten zu lösen. So wurde auch der Standort des Büttgener Ehrenmals vom Eingang des Friedhofs zum heutigen Luisenplatz verlegt. Für viele Bürger, sagt die Verwaltung, sei es dennoch bis heute ein Ort der Trauer, des Gedenkens und der Mahnung zum Frieden. Das soll zum Ausdruck gebracht werden.

Die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, CDU und Grüne hatten seinerzeit einen gemeinsamen Textvorschlag für die Inschrift der Informationstafel erarbeitet. Über diesen soll der Kulturausschuss jetzt erneut diskutieren.

© ngz-online, Neuss-Grevenbroicher-Zeitung


Tages Losung

Samstag, 19. Mai 2012
So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten.
Dass einige nicht treu waren, was liegt daran? Sollte ihre Untreue Gottes Treue aufheben? Das sei ferne!

Newsletter abonnieren