Pilgern liegt voll im Trend
Über 1000 Menschen haben an der 26. Friedens-Sternwallfahrt zur Kapelle Klein-Jerusalem in Neersen teilgenommen.
Rund 1000 Pilger bevoelkerten am Samstag das Areal rund um die Kapelle Klein-Jerusalem. (Foto Kurt Luebke)
Denn Pilgern liegt im Trend. Rund 200 Kommunionkinder drückten den ansonsten recht hohen Altersdurchschnitt spürbar nach unten. Die Predigt unter freiem Himmel hielt Pater Peter Haperscheidt aus Aachen. Pater Hubert aus Trier begrüßte die Ankommenden und erkannte so manches Gesicht wieder.
Organisator Walter Schmitz (70) seine vielen Helfer hatten nichts d Zufall überlassen, alles war generalstabsmäßig geplant. Flinke Hände schmierten nicht weniger 1100Brötchen, rund 40 selbstgebackene Kuchen wurden herbeigeschafft.
Nach dem Fußmarsch erfrischte hochprozentiges „Pilgerwasser". Blasenpflaster gab es keine: „Das nehmen wir nur mit, wenn wir nach Trier pilgern", erklärte Walter Schmitz. Und er blickte zurück: „Wir haben vor 26 Jahren mit über 200 Pilgern angefangen."
Als erste erreichten die Pilger aus Kleinenbroich die Kapelle
Viele Pilger, vor allem ältere, waren nicht „per pedes" gekommen, sondern mit dem Fahrrad oder Auto. Die Neersener haben dafür Verständnis - man wird schließlich nicht jünger.
Als erstes erreichten die Pilger aus Kleinenbroich kurz nach 14 Uhr ihr Ziel in bester Stimmung, ein Wanderlied auf den Lippen. Brudermeister Hubertus Kannen von der dortigen St. Matthiasbruderschaft trug den mit einem Palmsträußchen verzierten Bruderschaftsstab. Rund 50 der 560 Mitglieder waren jetzt zur Kapelle Klein-Jerusalem gekommen.
Die St. Töniser hatten zwei Stunden gebraucht, um in Neersen anzukommen - zumindest die zehn Pilger, die zu Fuß gekommen ware Weitere 15 hatten sich für das Fahrrad entschieden. Frank Wende war mit seinen 40 Jahren der mit Abstand Jüngste - am Ziel gönnt er sich erstmal ein Butterbrot und eine Apfelschorle.
Die St. Töniser Jugend war nicht vertreten, was aber nicht auf ein Desinteresse schließen lässt: An der Trier-Wallfahrt vom 30. April bis zum 3. Mai werden sich acht Messdiener im Alter zwischen 15 und 20 Jahren beteiligen.
Für die Kommunionkinder gab es am Samstag eine Führung durch die Kapelle Klein Jerusalem. Dass es nicht regnete, überraschte die Gastgeber kaum: Sie hatten in den vergangenen Jahren stets Glück mit dem Wetter gehabt.
© wz-newsline Westdeutsche Zeitung
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