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Kaarst: Getanzt und Fahnen geschwenkt

Geschrieben von Rudolf Barnholt (NGZ). Veröffentlicht in Vermischtes

Glauben intensiv leben

"Ich habe viele Einzelgespräche geführt: Alle waren zufrieden": Bürgermeister Franz-Josef Moormann zieht eine überaus positive Bilanz. Die Stadt hat insgesamt rund 2300 Weltjugendtags-Besucher beherbergt. Andere Beteiligte äußern sich rückblickend ebenfalls positiv.

Was allerdings kritisiert wird, ist die mangelhafte Leistung der Catering-Firma - da mussten sich Organisatoren aufmachen, um zusätzliche Lebensmittel aufzutreiben, damit alle satt wurden. Zum Glück zeigten sich die Geschäftsleute spendabel - Johannes Höhner vom Holzbüttgener Vorbereitungsteam spricht in diesem Zusammenhang von der "wundersamen Brotvermehrung".

Dechant Josef Brans hat besonders "die große Fröhlichkeit der Gäste und die große Freundlichkeit der Gastgeber" beeindruckt. Was er beklagt: "Es waren nicht immer Essen in ausreichender Zahl da." Alles andere als alltäglich: "Was in der öffentlichkeit nicht immer so sichtbar geworden ist: Viele Weltjugendtagsbesucher knieten in der Kirche vor der Monstranz nieder, sie verströmten eine große Glaubenskraft, machten auf eindrucksvolle Weise deutlich, dass es eine Weltkirche gibt."

Ob die Gäste, vornehmlich aus Italien, Frankreich und afrikanischen Ländern ihren Glauben intensiver leben? "Ich hatte fast diesen Eindruck", so Josef Brans gegenüber der NGZ. Bürgermeister Moormann war am Sonntag auch auf dem Marienfeld mit dabei gewesen: "Es war total beeindruckend", so sein Resumée. Und - auf Kaarst bezogen: "Die Sternwallfahrten in Büttgen und Kaarst am Freitag Abend haben ein sehr schönes Bild abgegeben."

Moormann lobte auch die Arbeit von Angela Spieker, die im Sport- und Schulamt mit den Vorbereitungen sehr viel Arbeit hatte. "Sprachbarrieren waren bald kein Problem mehr", erinnert sich Johannes Höhner. Die Tatsache, dass mitunter nur 700 statt 4000 Essen geliefert wurden, habe das Organisationstalent der freiwilligen Helfer jedoch auf eine harte Probe gestellt.

Vitamine in ausreichendem Maße bekamen nicht nur die 60 Jugendlichen, die auf dem Obsthof Küppers untergebracht waren - Franz Küppers stellte äpfel körbeweise zur Verfügung. Pfarrer Dr. Kurt-Peter Gertz hatte "viel Glaubensfreude" beobachtet, vor allem bei den vielen jungen Gästen aus Italien: "Die haben getanzt, gesungen, Fahnen geschwenkt und "Kaarst è grande" ausgerufen", freut sich Dr. Gertz. Auch der Pfarrer aus Venedig, der bei ihm im Pfarrhaus untergebracht war, sei voll des Lobes gewesen.

Der Pfarrer von St. Martinus Kaarst wünscht sich, dass vom Weltjugendtag ein Impuls ausgeht, der das Gemeindeleben möglichst nachhaltig stimuliert. Monika Lilge, Gemeindereferentin in Holzbüttgen kann sich an keinen einzigen unangenehmen Zwischenfall erinnern. Die Vorbereitungen seien zwar sehr arbeitsintensiv gewesen, aber der Aufwand habe sich gelohnt. Ein Pfarrer aus der Schweiz habe ihr gegenüber folgendes zu verstehen gegeben: "Sie haben hier die Elite der Christen in der Schweiz erlebt."

Das dürfte analog für alle anderen Länder ebenso gelten - und für die vielen Helfer in Kaarst.

Originalartikel: icon Getanzt und Fahnen geschwenkt (17.93 KB)


© ngz-online, Neuss-Grevenbroicher-Zeitung


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Samstag, 19. Mai 2012
So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten.
Dass einige nicht treu waren, was liegt daran? Sollte ihre Untreue Gottes Treue aufheben? Das sei ferne!

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